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AD(H)S
- Was ist das?
ADD
steht für das englische "Attention-Deficit-Disorder" und bezeichnet eine
seit über zwanzig Jahren international anerkannte psychiatrische
Diagnose. Im deutschsprachigen Raum wird für die ADD/ADHD der Terminus
ADHS
verwendet.
Die
ADHS
ist gekennzeichnet durch behindernd stark ausgeprägte und seit der
Kindheit bestehende Störungen der Konzentrationsfähigkeit, der Planungs-
und Handlungskontrolle, durch Störungen der Impulskontrolle sowie in
zahlreichen (aber nicht in allen) Fällen durch motorische
Hyperaktivität. Unter der Diagnose
ADHS
verbergen sich wahrscheinlich mehrere unterschiedliche Erkrankungen. Die
Ursachen- und Therapieforschung laufen weltweit auf Hochtouren. Die
ADHS
stellt eine ernsthafte Beeinträchtigung dar: Sie kann bei Kindern,
Jugendlichen und Erwachsenen Lern- und Verhaltensstörungen hervorrufen
und zu Depressionen, Angststörungen, Suchtproblemen und anderen
psychischen Erkrankungen führen.
Nicht nur die
ADHS,
sondern auch viele andere Entwicklungsstörungen, Erkrankungen oder
psychosoziale Faktoren können mit Konzentrationsstörungen und
Hyperaktivität einher gehen. Um ein Kind oder einen erwachsenen
Patienten wirklich zu verstehen und fachgerecht behandeln zu können,
muss man auch um diese anderen möglichen Ursachen wissen. Nur so kann
den
ADHS-ähnlichen
Störungsbildern differentialdiagnostische Evidenz zukommen. Wenn nicht
konsequent auch auf andere mögliche Ursachen von
ADHS-typischen
Beschwerden geachtet wird, erhalten zu viele Patienten fälschlicherweise
eine
ADHS-Diagnose.
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